So lecker, so saftig, ohne Zucker & perfekt für den Herbst – mein Kürbiskuchen.

Draußen wird es langsam kühl. Der Herbst färbt die Blätter in warmen Orange- und Rottönen und drinnen machen wir es uns wieder gemütlicher. Und dann, ja dann, ist Kuchenzeit.
Heute habe ich für euch einen richtig guten Kürbiskuchen mitgebracht – passend für die Herbst- und Winterzeit.
Ein Kuchen ohne Zucker und trotzdem unglaublich lecker und saftig. Dieser Kürbis Kuchen könnte ganz schnell dein neuer Lieblingskuchen werden 🙂
Zubereitet mit geraspeltem Kürbis, gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen, wärmenden Gewürzen wie Zimt und Muskat und optional einem cremigen Mascarpone-Frosting passt er einfach perfekt zu grauen Tagen, Kerzenlicht und einer Tasse Kaffee.

Kürbiskuchen mit rohem Kürbis – einfach & alltagstauglich
Während der klassische amerikanische Pumpkin Pie mit gekochtem Kürbispüree zubereitet wird, reicht hier ein Stück roher Kürbis, das du ganz unkompliziert raspelst und direkt in den Teig gibst.
Genau das macht diesen Kürbiskuchen so einfach – und perfekt zur Kürbis-Resteverwertung.
Egal ob nach einer Kürbissuppe, nach dem Kürbisschnitzen mit den Kindern oder wenn einfach noch Kürbis übrig ist: Dieser Kuchen ist immer eine gute Idee.
Und noch ein Pluspunkt:
In diesem süßen Kürbisrezept steckt Gemüse, ohne dass man es schmeckt. Der Kuchen wird wunderbar saftig, duftet nach Zimt, Muskat und ein bisschen goldenem Herbst – und schmeckt einfach nach Gemütlichkeit.
Zutaten für den saftigen Kürbiskuchen
- 360 g Kürbis (z. B. Hokkaido)
- 300 g Mehl
- 150 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- 4 Eier
- 200 ml Öl (alternativ Ghee oder geschmolzene Butter)
- 150 g Dattelsüße
- 1 TL Zimt
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Piment
- etwas Abrieb einer Nelke
Kürbiskuchen backen – Schritt für Schritt
Wasche den Kürbis gründlich und rasple anschließend das Kürbisfleisch fein. Schälen ist bei Hokkaido nicht nötig.
Gib Eier, Dattelsüße, Öl, Salz und alle Gewürze in eine Schüssel und mixe alles schaumig.
Mische Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln in einer separaten Schüssel und hebe die trockenen Zutaten unter die feuchten.
Zum Schluss hebst du vorsichtig die Kürbisrapsel unter den Rührteig. Nicht zu lange rühren, damit der Kuchen schön saftig bleibt.
Fette eine Springform gründlich ein und gib den Teig hinein.
Backe den Kürbiskuchen bei 160 °C Umluft für etwa 75 Minuten (1,15 h).
Er sollte nicht zu dunkel werden. Mach gegen Ende unbedingt die Stäbchenprobe.
Zubereitung der Kuchencreme (Frosting)
Rühre die Mascarpone zusammen mit dem Puderzucker und dem Vanillemark glatt, bis eine cremige Masse entsteht.
Gib anschließend die Sahne, das Sahnesteif und den Zitronenabrieb dazu und schlage alles kurz, aber kräftig steif.
Achte darauf, nicht zu lange zu rühren, damit die Creme schön luftig bleibt.
Die fertige Kuchencreme kannst du nach dem vollständigen Abkühlen auf den Kürbiskuchen streichen oder mit einem Löffel locker verteilen. Ich habe noch etwas Zimt und ein paar Pekanüsse zur Dekoration darauf verteilt.

Was diesen Kürbiskuchen so besonders macht
Natürlich: der Kürbis.
Er sorgt für eine extra saftige Konsistenz, eine warme herbstliche Farbe und macht den Kuchen auch nach zwei bis drei Tagen noch wunderbar frisch.
Am besten eignet sich dafür der Hokkaidokürbis, denn er muss nicht geschält werden und lässt sich sehr fein raspeln.
Und dann sind es die Gewürze – Zimt, Muskat, Piment, Nelke – die aus einem einfachen Rührkuchen einen echten Herbstkuchen machen.
Warum ich Kürbis so liebe
Kürbis ist für mich ein echtes Geschenk des Herbstes. Ob Suppe, Curry oder Pasta – ich liebe dieses orangene Gemüse.
Die süße Version als Kuchen bringt Abwechslung in meine Küche und fühlt sich jedes Mal ein bisschen besonders an.
Durch den Kürbis bleibt der Kuchen lange saftig und trocknet nicht aus. Perfekt also zum Vorbereiten, Mitnehmen oder einfach für mehrere Tage genießen.
Willst du echte Herbstgefühle wecken? Dann ist dieser Kürbiskuchen genau richtig. Er erinnert an gemütliche Nachmittage, Familienzeit und langsame Tage.
Geht Kürbiskuchen ohne Zucker?
Ja, absolut. Ich süße diesen Kürbiskuchen mit Dattelsüße statt mit klassischem Zucker. Ich verwende Dattelsüße sehr gerne als natürliche Alternative, denn sie wird aus getrockneten, gemahlenen Datteln hergestellt und bringt eine feine Karamellnote mit, die besonders gut zu Kuchen passt.
Da Dattelsüße Ballaststoffe und Mineralien enthält und den Blutzucker langsamer ansteigen lässt als normaler Zucker, empfinde ich sie als angenehmere Süße. In Flüssigkeiten löst sie sich zwar nicht auf, zum Backen, für Joghurt, Müsli oder Smoothies eignet sie sich aber richtig gut. Wichtig zu wissen ist nur: Der Kuchen wird dadurch etwas fester, verliert aber nichts an Geschmack.
Dattelsüße kannst du ganz einfach 1:1 wie Zucker verwenden. Gib lediglich 1–2 Esslöffel zusätzliche Flüssigkeit dazu, dann passt die Konsistenz perfekt.
Kürbiskuchen einfrieren – so geht’s
Du kannst den Kürbiskuchen wunderbar einfrieren – am besten ohne Frosting.
- Kuchen oder einzelne Stücke mit Backpapier trennen
- luftdicht verpacken (Dose oder Gefrierbeutel)
- bis zu 3 Monate haltbar
Auftauen über Nacht im Kühlschrank oder einzelne Stücke kurz in der Mikrowelle.
Mein kleiner Trick für Kinder (und stressfreie Nachmittage)
Diesen Kürbiskuchen backe ich gerne in einer Kastenform, schneide ihn nach dem Abkühlen in Scheiben und friere sie portionsweise ein.
Wenn meine Tochter am Nachmittag nach einem Snack fragt, wandert einfach eine Kuchenscheibe direkt in den Toaster. Kurz auftauen lassen, leicht erwärmen – und schon ist der Kuchen weich, warm und duftet wieder wie frisch gebacken.
Ganz ehrlich: das ist der Hammer 🙂
Kürbiskuchen Rezept – Variationen
Andere Backform:
Springform, Kastenform oder Muffinförmchen – alles funktioniert. Für ein Blech einfach die Zutaten verdoppeln. Muffins brauchen deutlich kürzer im Ofen.
Ohne Nüsse:
Ersetze Mandeln oder Haselnüsse durch gemahlene Haferflocken oder zusätzliches Mehl.
Weihnachtlich:
Zimt & Muskat durch Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz ersetzen, etwas Orangenabrieb dazu – einfach himmlisch.
Wenn du von Kürbis auch nicht genug bekommen kannst, schau unbedingt bei meinen anderen Herbstrezepten vorbei – zum Beispiel bei meiner Kürbissuppe oder meinen zuckerfreien Kürbismuffins.



