Eingekocht: Ragout a la Bolognese

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Ragout a la Bolognese… das muss einfach lange köcheln, damit es auch wirklich fantastisch schmeckt. Nur wer hat Lust das jedes Mal wegen 2 Portionen zu machen? Genau deshalb koche ich meine Bolognese sehr gerne ein. Man braucht keine große Tiefkühltruhe oder so, sondern einfach ein kleines bisschen Stauraum. Und das tolle ist, so lange das Gläschen im Schrank ruht, zieht alles nochmal extra durch und schmeckt umso besser.

Außerdem finde ich super, dass man, wenn man gerade mal keine Zeit oder auch einfach keine Lust zum Kochen hat, man einfach ein Glas öffnet und erwärmt, ein paar Nudeln dazu kocht und fertig ist ein gesundes Abendessen. Man kann die Soße aber auch für einen leckeren Auflauf benutzen. Ganz ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, wie man sie sonst in den fertigen Gläsern im Supermarkt findet. Und vor allem: Ihr wisst was drin ist und könnt mit eurem Kauf der Zutaten ganz einfach die Region unterstützen und die Saison nutzen.

 

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Das Rezept selbst habe ich aus einem Kochbuch von Hädecke. „Ravioli*“ heißt das und ist aus der Serie der kleinen quadratischen Büchern, die ich wirklich lieben gelernt habe. Denn in jedem Buch steckt jede Menge Wissen und ein rundum sorglos Paket drin. So erfährt man im Ravioli Buch zum Beispiel nicht nur, wie man die perfekten Ravioli macht, sondern erfährt auch gleich, welche leckeren Soßen man dazu machen oder wie man die Nudeln und die Füllungen ganz simpel variieren kann. Ja sogar süße Ravioli gibt es in dem Buch.

Ich kann die Bücher aus der quadratischen Serie jedenfalls sehr empfehlen und ich hab wirklich schon einige davon. Speziell aber auch dieses hier. Und sobald ich die Nudelmaschine für meine Kenwood habe, möchte ich auch die unzähligen Ravioli Rezepte ausprobieren. Ich hoffe das Christkind wird so gnädig sein 🙂

 

 

Zutaten:

– 1 Zwiebel
– 1 Möhre
– 1 Stange Staudensellerie
– 1 Knoblauchzehe
– 500g Rinderhackfleisch
– 100ml Rotwein
– 100ml Wasser
– 1 TL gekörnte Gemüsebrühe (ich habe hier eine, die nur Gemüse und Salz enthält und keinerlei Geschmacksverstärker, Hefen oder Palmöl)
– 400g Tomaten (alternative Stückige aus der Dose)
– 5 Zweige italienische Kräuter
– Olivenöl
– 2 Nelken
– Salz
– Pfeffer

 

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Zubereitung:

Zwiebel, Möhren und Staudensellerie schälen und fein würfeln. Das Gemüse zusammen mit dem durch die Knoblauchpresse gepressten Knoblauch im Öl kurz anschwitzen und anschließend in einer Schüssel beiseite legen. In den Topf wieder etwas Olivenöl geben und das Hackfleisch anbraten bis es leicht am Topfboden kleben bleibt. So enstehen tolle Röstaromen. Während das Hackfleisch brät, könnt ihr schon einmal die Tomaten vorbereiten. Diese von ihrem Strunk befreien und ich feine Würfel schneiden. Ist das Hackfleisch krümelig gebraten gebt ihr dann wieder das Gemüse hinzu und löscht es mit den 100ml Rotwein ab. Diesen dann etwas reduzieren lassen.

Fügt dann die 100ml Wasser mit dem Teelöffel Gemüsebrühe sowie die 400g Tomaten, die Kräuter am Stück, die 2 Nelken und das Salz hinzu und lasst alles etwa eine Stunde bei kleiner Hitze köcheln. Zum Schluss schmeckt ihr dann mit Pfeffer ab. Wenn ihr euer Ragout einkocht, bleibt der Pfeffer weg. Dies wird dann erst hinzugefügt, wenn der Glasinhalt wieder erwärmt wird, da sonst das Pfefferaroma verschwindet.

 

Einkochen:

Füllt die sterilisierten Gläser bis etwa 1cm unter den Rand mit der Hackfleischsoße auf. Schließt dann die sterilisierten Deckel. Füllt die Gläser in einen Einkochautomat und füllt Wasser bis etwa 3/4 der Glashöhe ein. Lasst diese bei 100 Grad 90 Minuten einkochen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Zeit erst beginnt, wenn das Wasser zu sieden beginnt.

Falls ihr keinen Einkochautomat besitzt, ist das auch kein Problem, denn ihr könnt es ganz einfach in einem Topf machen. Legt dazu ein Küchentuch auf den Boden des Topfes und stellt die Gläser rein. Füllt auch hier wieder 3/4 der Glashöhe an Wasser ein und schließt den Topfdeckel. Sobald das Wasser zu sieden beginnt müssen die Gläser für 90 Minuten eingekocht werden.

Wenn die Zeit dann abgelaufen ist, breitet ihr ein Geschirrtuch aus und stellt dort die Gläser drauf und lasst diese vollständig abkühlen. Nun sind die Gläser für etwa ein halbes Jahr haltbar. Um sicher zu sein, dass das Glas auch dicht ist, solltet ihr auf den Deckel drücken. Gibt dieser nach, ist das Glas nicht dicht. Dann solltet ihr den Deckel wechseln und das ganze nochmals 90 Minuten einkochen. Im Normalfall ziehen die Gläser aber Vakuum 🙂

 

Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

 

Der Beitrag wurde nicht gesponsert und enthält meine freie Meinung.
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Eine Antwort

  1. Gefällt mir sehr gut! Hab‘ Dich über YouTube gefunden, endlich mal jemand, der die Kenwood Cooking Chef in Aktion zeigt. Wir haben auch eine und sind total begeistert. Freue mich schon auf das, was da noch kommt – jetzt lese ich erstmal, was ich bisher verpasst habe.

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