Lakritzfondant zum deutschen Lakritztag

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Schon mitbekommen? Heute ist Lakritztag. Auf Facebook habe ich es in den letzten Tagen schon angedeutet und ein Video von Galileo über die Lakritzherstellung gepostet. Für alle die den Post nicht gesehen haben, entweder weil die Reichweite über Facebook zu gering war oder weil ihr mir nicht über Facebook folgt, gibt es hier das Video. Ich finde es wirklich klasse gemacht.

 

 

Lehrhaft finde ich in dem Video vor allem, wie die Rohlakritze hergestellt wird und da ich ein totaler Fan der Hausmittel bin, dass die Lakritz super bei Halsbeschwerden hilft. Vor allem die gesalzene wirkt sehr antibakteriell. Also darf man da gerne zugreifen, so lange man keinen zu hohen Blutdruck hat oder schwanger ist 🙂
Apropos gesalzene Lakritz. Die ist auch von BUBS im Lakritzpaket, das ich bei Lakritztag gewonnen habe, dabei. Ein klasse Paket für jeden Lakritzliebhaber. Lakritze aus verschiedenen Ländern sind dabei. Auch wenn das Süßholz aus den warmen Ländern im Süden kommt, sind viele Hersteller im Norden Europas vertreten. Sie sind wahre Meister was das Herstellen von herben Süßigkeiten anbelangt. Allen voran Dänemark. Das Paradies für Lakritzliebhaber. Dabei sind A XOCO und 2 Sorten von Konnerup & Co. Schwarze Leckereien findet man auch von Freyja und Goa aus Island und BUBS aus Schweden im Paket. Aber auch südliche Länder wie SAET aus Spanien und Amarelli aus Italien, die im übrigen mit einer tollen special Edition zum diesjährigen Lakritztag glänzen, sind vertreten.

 

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So unterschiedlich wie die Hersteller sind, sind auch die Naschereien. Um ein für mich wirkliches Highlight heraus zu nehmen: Konnerup & Co spendierte Lakritz, die in leckerer, weißer Schokolade und einer Himbeerpulverschicht gehüllt ist. Ich kann euch sagen: Sooo lecker. Solch eine Lakritz eignet sich auch für Lakritzhasser, da sie nur leicht nach Lakritze schmeckt und vor allem die Himbeere in den Vordergrund sticht, also sehr sommerlich im Geschmack. 🙂

Spannend finde ich auch die Tatsache des Lakritzäquators. Mögt ihr denn Lakritz? Und kommt ihr dann nördlich oder südlich vom Äquator? Ich persönlich mag Lakritze sehr, obwohl ich vom südlichen Teil des Äquators komme. Mag vielleicht auch daran liegen, dass meine Familie komplett aus dem Norden kommt 🙂 Wie sagte mal ein Kollege: Nur weil eine Katze ihre Junge in einem Fischladen bekommt, sind es noch lange keine Fische 😀
Wenn ihr es mir gleich tut und auch gerne Motivtorten bastelt, habe ich heute ein tolles Rezept für euch: Lakritzfondant. Dafür habe ich einen Teil des Glukosesirups durch Lakritzsirup von Bülow ersetzt. Dabei ist der Fondant zwar nicht mehr so toll weiß, was mich aber nicht unbedingt stört. Ihr könnt natürlich auch mehr Glukosesirup, ja sogar den ganzen Glukosesirup durch Lakritzsirup ersetzen, allerdings wird er dann noch dunkler im braun und wird auch sehr intensiv im Geschmack

 

Zutaten:

– 1 Packung gemahlene Gelatine (9g)
– 5 EL Wasser
– 150g Glukosesirup
 20g Lakritzsirup
– 3 EL Glycerin
– 1 kg Puderzucker
– Palmin soft (Kokosfett)

 

Zubereitung:

Wie auch beim normalen Gelatinefondant gebt ihr zuerst die Gelatine und das Wasser in einen Topf. Achtet dabei darauf, dass die komplette Gelatine mit Wasser bedeckt ist, damit sie auch quellen kann. Lasst es dann einige Minuten stehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr 3/4, also 750g in eine Schüssel sieben. Da ich eine Kenwood Cooking Chef habe, die mächtig Power unter der Haube hat, siebe ich den Puderzucker direkt in die Kenwoodschüssel.

Schaltet dann die Herdplatte mit der Gelatine auf mittlere Hitze und löst die Gelatine auf. Sobald die Gelatine aufgelöst ist, schaltet ihr den Herd aus und gebt die Gelatine zu dem Puderzucker. Theoretisch könntet ihr die Gelatine auch direkt in der Kenwoodschüssel machen und dann den Puderzucker dazu geben, ich habe aber festgestellt, dass die Gelatine sich so nicht gut genug unter die Masse mischt. Ebenfalls kommt dann noch der Glukosesirup, Lakritzsirup und das Glycerin zu dem Puderzucker. Knetet dann den Fondant mit dem Knethaken etwa 3 Minuten lang auf Stufe 1. Dann sollte alles gut vermischt sein. Wenn ihr keine Kenwood Cooking Chef habt, geht dieser Schritt auch noch mit einem Handrührgerät 🙂

Siebt in der Zwischenzeit die restlichen 250g Puderzucker. Wenn ihr nun eine Kenwood besitzt, gebt ihr den Puderzucker einfach zu der Masse hinzu und lasst es nochmal gute 2-3 Minuten auf niedrigster Stufe kneten. Ich lasse dann die Schüssel ein paar Minuten stehen. So zieht die Gelatine etwas an und der Fondant lässt sich so einfacher aus der Schüssel entnehmen. Fettet dann eure Hände mit etwas Palmin ein und knetet den Fondant nochmals kurz durch und formt ihn zu einer Kugel. So könnt ihr ihn jetzt Luftdicht verpacken. Lasst ihn dann noch einen Tag stehen. So bindet die Gelatine vollends ab und der Fondant ist schön elastisch und reißt nicht.

Falls ihr diese Maschine nicht besitzt, müsst ihr den letzten Schritt mit Palmin eingefetteten Händen kneten. Die Ruhezeit ist aber auch hier Pflicht 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂

 

Die Lakritznaschereien habe ich bei Lakritztag gewonnen. Meine Meinung bleibt jedoch davon unberührt.

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